https://wo.wetteronline.de/ Wed, 15 Nov 2023 10:13:31 +0000 de hourly 1 https://wo.wetteronline.de/wp-content/uploads/2019/05/favicon.png https://wo.wetteronline.de/ 32 32 Schlimmste Zeit für Allergiker https://wo.wetteronline.de/presse/pressearchiv/schlimmste-zeit-fuer-allergiker/ Thu, 30 Mar 2023 09:04:26 +0000 https://wo.wetteronline.de/?p=36486 „Schlimmste Zeit für Allergiker“ weiterlesen

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Schlimmste Zeit für Allergiker

Die Nase läuft und ist verstopft, die Augen tränen und jucken, das Atmen fällt schwer: Für viele Pollenallergiker hat die schlimmste Zeit des Jahres begonnen. In den meisten Flachlandregionen blühen nun die Birken. Ihre Pollen gehören zu den aggressivsten Allergenen überhaupt. Zur Linderung der Symptome helfen jedoch nicht nur Medikamente. Wer eine Reihe nützlicher Tipps beachtet, kann sich etwas Erleichterung verschaffen.
Birkenkätzchen streuen Pollen
Birkenkätzchen bestehen aus einer Vielzahl kleiner und eng benachbarter Einzelblüten. Diese streuen die allergenen Pollen aus. Quelle: Shutterstock (bei Verwendung bitte angeben)
Wie im vergangenen Jahr hat die Birkenblüte auch in diesem Jahr schon ungewöhnlich früh begonnen. Im Westen und Süden werden bereits mäßige, lokal bereist hohe Pollenkonzentration in der Luft erreicht. Auch in den anderen Landesteilen öffnen sich in den nächsten Tagen immer mehr Birkenkätzchen. Dann schwirrt dort ebenfalls viel Blütenstaub durch die Luft. Mit rund 5 Millionen Pollenkörnern pro Kätzchen übertrifft die Birke die meisten anderen Bäume. Daher gilt ihr Blütenstaub als hochallergen.

Klimawandel begünstigt frühen Pollenflug

In den vergangenen Jahren startete die Pollensaison immer früher, denn milde Winter verkürzen die vegetationsfreie Zeit. Dieser Trend ist in Zeiten des Klimawandels bereits deutlich erkennbar.

Der erste Weg führt zum Spezialisten

Mit einer Pollenallergie ist nicht zu spaßen: Bei manchen Pollenallergikern kann sich aus einem harmlosen Heuschnupfen im Laufe der Jahre ein chronisches Asthma entwickeln. Wer befürchtet, an einer Pollenallergie zu leiden, umgangssprachlich auch Heuschnupfen genannt, sollte sich zunächst an einen Arzt oder eine Allergologin des Vertrauens wenden. Ärztliches Fachpersonal kann eine gesicherte Diagnose stellen und eine geeignete Therapie einleiten, damit auch Allergiker den Frühling in vollen Zügen genießen können. Wer zusätzlich zum ärztlichen Rat einige einfache Regeln beachtet, kann sich die Pollenzeit etwas erleichtern.

Taktisch lüften

Im Frühling das Haus nicht zu verlassen, ist keine Option. Doch den Pollen den Weg ins Haus so schwer wie möglich zu machen, durchaus. Es ist ratsam, die Wohnung in ländlichen Gebieten zwischen 19 und 24 Uhr zu lüften, in der Stadt hingegen zwischen 6 und 8 Uhr morgens. Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline erklärt „Auf dem Land ist die Pollenkonzentration in den Morgenstunden hoch, weil die Pollen vermehrt bis zur Mittagszeit freigesetzt werden und in höhere Luftschichten aufsteigen. In den Städten speichern Beton und Asphalt zusätzlich die Wärme, daher ist die Thermik dort viel ausgeprägter und die Pollenkonzentration abends am höchsten.“ Ganz geschlossen halten sollten Menschen mit Pollenallergie die Fenster bei starkem Wind, denn dann fliegen die kleinen Allergieauslöser rund um die Uhr.

Das pollenfreie Schlafzimmer

Da Pollen auf der Kleidung haften, ist es ratsam, zu Hause angekommen, zügig die Kleidung zu wechseln. Dies sollte nicht im Schlafzimmer geschehen, um diesen Raum pollenfrei zu halten. Auch sollten getragene Kleidungsstücke nicht im Schlafzimmer aufbewahrt werden. Ein mindestens wöchentlicher Wechsel von Bettwäsche und Handtüchern trägt ebenso zum Wohlbefinden der Heuschnupfen-Geplagten bei wie das Duschen und Haarewaschen vor dem Zubettgehen.

Frühjahrsputz für Allergiker

Der Frühjahrsputz fällt für Allergiker besonders intensiv aus: In der pollenintensiven Zeit sollte täglich Zeit für ein gründliches Staubsaugen aller Böden, Polstermöbel und Teppiche eingeplant werden. Auch das feuchte Abwischen der Oberflächen aller Möbel gehört auf den Putzplan. Während des Pollenflugs ist es für Allergiker ratsam, ihre Wäsche nicht im Freien zu trocknen, da sich die Pollen in der Wäsche verfangen können.

Sport auf Sparflamme

Regelmäßiger Sport stärkt das Immunsystem und macht uns weniger anfällig für Krankheiten und Allergien. Doch aufgepasst: Während der intensiven Pollenflugzeit sollten Pollenallergiker möglichst keinen Sport im Freien treiben. Je nach Pollenkonzentration ist bestenfalls in den frühen Morgenstunden bzw. späten Abendstunden eine Jogging-Runde im Park drin. Eine andere Möglichkeit ist es, seinen Sport ins Fitnessstudio oder ins Hallenbad zu verlegen.

Wirksame Hausmittel

Nasenduschen und Dampfbäder verschaffen Pollengeplagten verlässlich Erleichterung, denn sie befeuchten die Schleimhäute und lindern den Juckreiz. Einfach in 500 bis 750 Milliliter kochendes Wasser ein bis zwei Teelöffel hochwertiges Salz einrühren und rund zehn Minuten inhalieren. Nach dem Abkühlen kann die Flüssigkeit für eine wohltuende Nasenspülung verwendet werden. Juckende Augen freuen sich über kühlende und feuchte Kompressen, die nach etwa einer Viertelstunde für spürbare Erleichterung sorgen. In Kombination mit einem schleimlösenden Vollbad mit Pfefferminzöl eine wahre Wohltat.
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Rückfall in den Spätwinter https://wo.wetteronline.de/presse/pressearchiv/rueckfall-in-den-spaetwinter/ Thu, 23 Mar 2023 10:15:29 +0000 https://wo.wetteronline.de/?p=36478 „Rückfall in den Spätwinter“ weiterlesen

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Rückfall in den Spätwinter

Jetzt müssen wir alle ganz tapfer sein: „Der Winter hat noch nicht fertig! Anfang kommender Woche wird es nachts fast überall wieder frostig und sogar Flocken sind noch mal möglich“, so Meteorologe Björn Goldhausen.  Auch tagsüber liegen die Temperaturen nur knapp über 5 Grad und selbst kurze Wintergewitter stehen am Montag auf dem Programm.

Narzissen im Schnee

Zu Beginn der kommenden Woche fallen wieder Schneeflocken bis ins Flachland. Quelle: Shutterstock (bei Verwendung bitte angeben)

Was nach einem vorgezogenen Aprilscherz klingt, ist in diesem Jahr im März schon zur Normalität geworden: Auf milde Frühlingsluft folgt rasch der nächste Wintergruß und dann beginnt das Spiel wieder von vorne. Das Gerangel zwischen Frühling und Spätwinter geht auch nächste Woche in die Verlängerung. Grund dafür ist Tief HILMAR, welches sich vom Atlantik nach Osteuropa verlagert und auf seiner Rückseite erneut polare Kaltluft nach Deutschland lenkt. Ungewöhnlich ist solch ein Kaltlufteinbruch Ende März jedoch nicht. Bereits 2018 war es zuletzt ähnlich kalt, 2013 sogar noch kälter.

Weiße Überraschungen bis ins Flachland

Bei kräftigen Schauern fallen am Montag und Dienstag örtlich begleitet von Blitz und Donner dicke Schneeflocken bis in tiefe Lagen. Tagsüber bleibt davon aufgrund der bereits intensiven Sonneneinstrahlung allerdings kaum etwas liegen. Dennoch kann sich besonders in den Früh- und Abendstunden kurzzeitig mal eine überzuckerte Landschaft zeigen. Außerdem besteht vorübergehend wieder Glättegefahr durch schneebedeckte Straßen und gefrierende Nässe. Im Bergland, so wie zum Beispiel im Harz und Erzgebirge sind nochmals mehr als 10 Zentimeter Neuschnee möglich. Vom Allgäu bis zum Berchtesgadener Land können es sogar 30 Zentimeter werden.  

Aprilwetter im März – Wonne im April?

Nach der Talfahrt der Temperaturen zum Wochenstart geht es im weiteren Verlauf der Woche von Südwesten her wieder langsam bergauf. Im Nordosten könnte sich die kältere Luft allerdings am längsten halten. Ein stabiles Frühlingshoch mit einer längeren trockenen Phase ist aber in keinem Wettermodell abzusehen. Vielmehr bestimmen Tiefdruckgebiete in rascher Folge weiter das Wettergeschehen. Somit bleibt es voraussichtlich auch zum Start in den April sehr wechselhaft mit einem Auf und Ab der Temperaturen sowie häufigen Schauern. Ob das launische Wetter auch bis Ostern andauert, ist noch nicht klar.

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Steht El Niño in den Startlöchern? https://wo.wetteronline.de/presse/pressearchiv/steht-el-nino-in-den-startloechern/ Wed, 22 Mar 2023 11:04:23 +0000 https://wo.wetteronline.de/?p=36471 „Steht El Niño in den Startlöchern?“ weiterlesen

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Steht El Niño in den Startlöchern?

Nach drei aufeinanderfolgenden Jahren mit La Niña, einer Temperaturanomalie im Ostpazifik, könnte in diesem Jahr das Gegenstück El Niño, spanisch „das Christkind“ folgen. Das Phänomen bringt anstatt Geschenken das weltweite Wetter durcheinander. Dabei sorgt das überdurchschnittlich warme Meerwasser vor der Küste Südamerikas für viel Regen und ein Fischsterben. Südostasien und Australien leiden unter Dürre. Die Auswirkungen auf das Wetter in Europa sind komplexer.

Abweichung der Meeresoberflächentemperatur

Orangene bis rote Farben vor der Küste Südamerikas deuten aktuell auf eine deutliche Erwärmung des Meeres hin. Dargestellt sind die Abweichungen der Temperatur des Oberflächenwassers gegenüber dem langjährigen Mittel. Quelle: NOAA (bei Verwendung bitte angeben)

El Niño ist eine Wetteranomalie im äquatorialen Pazifik, die in unregelmäßigen Abständen von etwa zwei bis sieben Jahren vor allem im Pazifik zwischen Südamerika und Indonesien auftritt. Dabei bringt sie die Atmosphäre und die Meeresströmungen in einigen Erdteilen durcheinander. Die Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines solchen Ereignisses wird von Experten in diesem Sommer auf derzeit 55 Prozent geschätzt.

 

„Das hätte für die unmittelbar an den Pazifik grenzenden Regionen große Wetterkapriolen zur Folge. El Niño beeinflusst je nach Ausprägung aber auch das globale Klima, denn die Wärme des Wassers gelangt über die Verdunstung auch in die Atmosphäre“, erklärt Björn Goldhausen, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline.

Stärke von El Niño entscheidend

Von El Niño spricht man dann, wenn die Temperatur des Oberflächenwassers im zentralen Pazifik in drei aufeinanderfolgenden Monaten im Durchschnitt 0,5 Grad über dem langjährigen Mittel liegt. Die meisten El Niños sind eher schwach ausgeprägt. Ein starkes Ereignis gab es zuletzt zum Jahreswechsel 2015/2016. Dieser El Niño galt mit mehr als 3 Grad wärmerem Wasser als der drittstärkste seit 65 Jahren. Infolgedessen erwärmte sich die Atmosphäre 2016 auf ein Rekordniveau.

Theorien zur Entstehung von El Niño

Über die Ursachen des El-Niño-Phänomens wird immer noch spekuliert. Manche Forscher führen seine Entstehung auf die Sonneneruptionen zurück. Alle vier Jahre verändert sich dabei die Intensität dieser Eruptionen. Die dadurch abgestrahlte Energie nimmt einen Einfluss auf unser Klima. Wie stark dieser ist, bleibt aber umstritten. Am Äquator ist die Sonneneinstrahlung am stärksten, weshalb dort die Meerestemperatur in der Regel im Oberflächenwasser vergleichsweise am wärmsten ist. Wenn durch eine rege Sonnenaktivität die Strahlung noch intensiver wird, dann erwärmt sich das Meer auch etwas stärker. Da sich wegen des Hochdruckgebiets über dem zentralen Pazifik kaum oder keine Wolken bilden, kann auch mehr Sonnenstrahlung „ungefiltert“ auf die Meeresoberfläche treffen.
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Der Lenz ist da! https://wo.wetteronline.de/presse/pressearchiv/der-lenz-ist-da/ Thu, 16 Mar 2023 10:33:24 +0000 https://wo.wetteronline.de/?p=36458 „Der Lenz ist da!“ weiterlesen

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Der Lenz ist da!

Nach der Definition der Meteorologen und in der Natur lässt der Frühling schon seit ein paar Wochen sein blaues Band flattern. Es blühen Krokusse und Narzissen. Hyazinthen sind kurz vor Blühbeginn und auch die Blütenknospen der Forsythie zeigen sich in sattem Gelb. Die Zeichen stehen auf Frühling, doch dessen Beginn ist nicht einheitlich festgelegt. Wir bringen Licht ins Dunkel.
Blühende Forsythie
Die Blühzeiten der Pflanzen dienen als Marker für die Unterteilung der Jahreszeiten. Stehen die Forsythien in voller Blüte, zeigen sie den Erstfrühling an. Quelle: Shutterstock (bei Verwendung bitte angeben)
Zu Beginn der Woche wurden Frühlingsgefühle mit deutlich milderer Luft bereits angeteasert – wenn auch nur zwischendurch. Wer sich nach all den Turbulenzen des Wetters und dem Auf und Ab der Temperaturen jetzt so richtig frühlingsreif fühlt, dem sei schon einmal zum Trost gesagt: Am Montag, den 20. März 2023 um 22:24 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) beginnt der kalendarische Frühling. Damit ist dann rein formell der Frühlingsbeginn endgültig besiegelt. Aus praktischen Gründen starteten zuvor bereits wie immer am 1. März die Meteorologen den Frühling.

Von den Terminen gänzlich unbeeindruckt hat auch der phänologische Vorfrühling schon Einzug gehalten. Denn die Natur lässt den Lenz grüßen, wenn die Bedingungen stimmen. Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline, erklärt: „Phänologisch befinden wir uns im Vorfrühling und der Lenz steht in den Startlöchern. Den Startschuss gibt die Grünlandtemperatursumme. Erreicht sie 200 Grad, was in vielen Regionen des Landes schon der Fall ist, geht es in der Natur so richtig los. Dann wird es zusehends grüner. Stachelbeeren entfalten ihre Blätter und Forsythien blühen. Diese sind die Zeigerpflanzen für den phänologischen Frühlingsbeginn.“

Der meteorologische Frühlingsanfang

Die Meteorologie hat jeweils den 1. März als Beginn des Frühlings definiert. Die Festlegung in vier exakt gleich lange Jahreszeiten dient der statistischen Vergleichbarkeit von Wetter- und Klimadaten über lange Zeiträume.

Der phänologische Frühling und die Grünlandtemperatur

Die aufblühende Natur macht den Frühling mit allen Sinnen wahrnehmbar. Mit steigenden Temperaturen und zunehmender Lichtdauer erwachen Flora und Fauna aus der Winterruhe und das in einer nahezu gleichbleibenden Reihenfolge. Die Blühzeiten der Pflanzen dienen so als Marker für die Unterteilung der Jahreszeiten. So zeigt die Blüte des Hasels den Vorfrühling, die der Forsythie den Erstfrühling und die Apfelblüte den phänologischen Vollfrühling, meist erst im Mai, an. Wann mit der Blüte einer bestimmten Pflanze zu rechnen ist, können die Agrarmeteorologen anhand der sogenannten Grünlandtemperatursumme bestimmen. Die Grünlandtemperatursumme ist eine speziell berechnete Größe, die durch eine Aufsummierung von positiven Tagesmittelwerten entsteht.

Der astronomische Beginn des Frühlings

Wenn die Sonne genau über dem Äquator steht, beginnt der kalendarische Frühling. Der Sonnenzenit wandert von Süden nach Norden. Auf der Nordhalbkugel werden nun die Tage sichtbar länger und die Temperaturen steigen. Der Termin der Tagundnachtgleiche, also der genaue Zeitpunkt des Frühlingsanfangs, ist in Mitteleuropa nicht immer am gleichen Tag des März. 2048 wird der Frühling am 19. März beginnen, 2011 startete er zum letzten Mal in diesem Jahrhundert am 21. März und in diesem Jahr beginnt er am 20. März 2023 um 22:24 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ). Auch in den nächsten 24 Jahren fällt der kalendarische Frühlingsbeginn dann immer auf den 20. März.
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Wie kommt das Auf und Ab zustande? https://wo.wetteronline.de/presse/pressearchiv/wie-kommt-das-auf-und-ab-zustande/ Wed, 15 Mar 2023 12:07:06 +0000 https://wo.wetteronline.de/?p=36449 „Wie kommt das Auf und Ab zustande?“ weiterlesen

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Wie kommt das Auf und Ab zustande?

Das Wetter spielt verrückt, könnte man meinen. Auf Nachtfrost folgen bereits am Freitag wieder 20 Grad. Ursache für die starken Schwankungen ist ein besonderer Verlauf des Jetstreams. Dieser sorgt für den raschen Wechsel aus polarer Kaltluft und subtropischer Warmluft in Deutschland. Außergewöhnlich ist das im Frühling allerdings nicht.

Verlauf des Jetstreams

Das wie von einem Maler oder einer Malerin mit dynamischen Pinselstrichen aufgetragene grüne Band mit den darin enthaltenen gelben Farbstrichen zeigt den wellenartigen Verlauf des Jetstreams Ende der Woche. Dabei stößt die subtropische Warmluft zu uns vor. Quelle: WetterOnline (bei Verwendung bitte angeben)

Über 20 Grad und sommerlich anmutende Gewitter zum Wochenstart, Flocken und Wintergewitter zur Wochenmitte und dann wieder Frühlingsgefühle – die Wettergegensätze sind zurzeit enorm. „Was für ein wildes Auf und Ab! Für alle, die die Nase voll vom Spätwinter haben, gibt es aber Hoffnung: Ab Freitag wird es deutlich milder und das bleibt wohl keine Eintagsfliege“, so Björn Goldhausen, Meteorologe von WetterOnline. Ein erneuter Wintereinbruch mit Frost und Schnee ist zunächst nicht in Sicht.

Jetstream schlägt große Wellen

Grund für die Schwankungen ist der Verlauf des Jetstreams. Dieses Starkwindband in rund 10 Kilometern Höhe trennt die polare Kaltluft im Norden von der subtropischen Warmluft im Süden. Derzeit liegt der Jetstream mit Windgeschwindigkeiten bis über 200 Stundenkilometer direkt über Europa und schlängelt sich mit großen Wellenbewegungen abwechselnd weit nach Süden und dann wieder nach Norden. Je nachdem welche Luftmasse also zu uns vorstößt, bekommen wir es entweder mit subtropischer Warmluft oder polarer Kaltluft zu tun. So ein Wechsel zwischen Winter und Frühling ist besonders in den Übergangsmonaten März und April aber nicht ungewöhnlich, wenngleich die Schwankungen in diesem Jahr besonders ausgeprägt sind.

Zum Wochenende milder

Am Freitag steigen die Temperaturen im Südwesten wieder bis auf 20 Grad an und abgesehen vom Nordwesten ist es trocken und freundlich. Ab dem Wochenende nehmen die Wetterkapriolen langsam ab, denn der Rückgang der Temperatur fällt moderater als zuletzt aus. Am Samstag und Sonntag wird es mit 15 Grad warmer Luft immer noch recht mild. Neben kurzen sonnigen Abschnitten muss aber wieder mit Schauern gerechnet werden. Zum kalendarischen Frühlingsanfang am kommenden Montag steht ebenfalls kein spürbarer Wetterwechsel an.

Halbzeitbilanz des März

Die erste Märzhälfte war regional in der Nordhälfte gegenüber dem Klimamittel der vergangenen 30 Jahre mehr als 1 Grad kälter. Im Süden glichen sich hingegen kalte und milde Phasen aus, sodass die Temperatur im Bereich des Klimamittels lag. Abgesehen vom äußersten Südosten und den Küstenregionen fiel oft überdurchschnittlich viel Niederschlag. In einem Streifen von Südbrandenburg bis ins Rheinland wurde das Niederschlagsmittel für den gesamten Monat regional sogar schon übertroffen. Mit rund 30 Stunden im Flächenmittel zeigte sich hingegen die Sonne in diesem März eher spärlich.

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Turbulenter Wochenstart https://wo.wetteronline.de/presse/pressearchiv/turbulenter-wochenstart/ Fri, 10 Mar 2023 11:28:06 +0000 https://wo.wetteronline.de/?p=36442 „Turbulenter Wochenstart“ weiterlesen

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Turbulenter Wochenstart

Das Wetter schlägt auch in der neuen Woche weiter Kapriolen. „Am Montag erwarten uns im Süden knapp 20 Grad, im Nordwesten gibt es Sturm. Sogar erste Frühlingsgewitter kann es geben“, so Meteorologe Björn Goldhausen. Das abwechslungsreiche Wetter ist im Frühling aber nicht ungewöhnlich.

Stürmischer Wochenstart

Die neue Woche startet turbulent: Im Nordwesten gibt es Sturm und einzelne Gewitter, im Süden werden frühlingshafte Werte bis 20 Grad erreicht. Quelle: Shutterstock (bei Verwendung bitte angeben)

Getreu dem Motto „nach dem Tief ist vor dem Tief“ zieht am Montag bereits neues Ungemach auf. Besonders ungemütlich wird es im Norden bei einem stürmischen Wind und viel Regen. In exponierten Lagen wie an der Nordsee und auf dem Brocken muss auch mit orkanartigen Böen gerechnet werden.

 

Das Tief hat allerdings auch sehr milde Luft im Gepäck. Die Temperaturen machen gegenüber dem Wochenende überall einen ordentlichen Satz nach oben. Verbreitet werden 15 Grad erreicht, entlang des Rheins und im Alpenvorland könnte sogar zum ersten Mal in diesem Jahr die 20-Grad-Marke erreicht werden. In feuchtmilder Luft können am Nachmittag in der Westhälfte zudem einzelne Gewitter mit Sturmböen entstehen.

Frühling geht schnell die Puste aus

Die Achterbahnfahrt der Temperaturen geht allerdings im Laufe der Woche weiter. Mit einem Schwall kälterer Luft sinkt das Thermometer bis zur Wochenmitte wieder unter 10 Grad und nachts stellt sich regional leichter Frost ein. Im Bergland mischen sich zudem wieder Schneeflocken unter den Regen. Schon in der zweiten Wochenhälfte könnte sich die milde Frühlingsluft jedoch im Süden und Osten zurückmelden. Wie weit sich diese nach Nordwesten voranschiebt, ist aber noch ungewiss.

Auf und Ab typisch für den März

Der Eindruck, dass sich das Wetter nicht entscheiden kann, ist sowohl im März als auch im April in Mitteleuropa nicht ungewöhnlich. Aufgrund der Temperaturgegensätze ist die Tiefdruckaktivität aktuell noch sehr ausgeprägt. Die Tiefs ziehen zurzeit wie an einer Perlenschnur aufgereiht über uns hinweg. Da sich die Tiefs entgegen dem Uhrzeigersinn drehen, strömt auf deren Vorderseite bereits milde Luft aus Südeuropa zu uns. Nach Durchzug des Tiefs dreht der Wind auf der sogenannten Rückseite auf Nordwest bis Nord. Damit fließt kalte Polarluft ein, die nicht selten nochmal einen späten Wintereinbruch zur Folge hat. Im Sommer nehmen die Temperaturgegensätze und damit auch die Tiefdruckaktivität insgesamt ab.

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Studie: Extreme Dürre künftig 20-mal häufiger https://wo.wetteronline.de/presse/pressearchiv/extreme-duerre-20-mal-haeufiger/ Wed, 08 Mar 2023 06:27:04 +0000 https://wo.wetteronline.de/?p=36420 „Studie: Extreme Dürre künftig 20-mal häufiger“ weiterlesen

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Studie: Extreme Dürre künftig 20-mal häufiger

Eine europaweite Dürre wie im vergangenen Sommer wäre ohne den Klimawandel statistisch gesehen nur alle 400 Jahre möglich gewesen. In einer Welt mit Klimawandel müsse man nun etwa alle 20 Jahre damit rechnen. Zu diesem Ergebnis kommt die neueste Studie der „World Weather Attribution Initiative“. Dieser Veröffentlichung liegt die sogenannte Attributionsforschung zugrunde.

Trockenes Feld

Extreme Dürren wie im vergangenen Jahr treten durch den Klimawandel häufiger auf.

Quelle: Shutterstock (bei Verwendung bitte angeben)

Im Zuge des Klimawandels häufen sich die Dürrephasen in jüngster Vergangenheit. Bereits im Winter fiel im Südwesten Deutschlands sehr wenig Regen und auch Frankreich war von einer ungewöhnlich langen Trockenperiode betroffen. Erst im vergangenen Jahr hatte eine Dürre bisher unbekannten Ausmaßes weite Teile Europas im Griff. Der Klimawandel macht das Auftreten dieser Wetterereignisse wahrscheinlicher und intensiver. Bei Starkregen und Hitzewellen besteht ebenfalls ein Zusammenhang.

 

Zu diesem Schluss kommen zahlreiche Studien der „World Weather Attribution Initiative“. Hierbei handelt es sich um einen weltweiten Zusammenschluss aus renommierten Forschungsinstituten, zu denen unter anderen das National Center for Atmospheric Research in den USA sowie die ETH Zürich gehören. Geleitet wird die Initiative von der deutschen Klimaforscherin Friederike Otto am Imperial College in London.

Hitzewellen bis zu drei Grad heißer

Eine vergangene Studie zeigte bereits, dass eine Hitzewelle mit bis zu 41 Grad wie die im Juli 2019 in Deutschland 10-mal wahrscheinlicher sowie um 1,5 bis 3 Grad heißer war als in einer Welt ohne den Klimawandel. Ebenso extreme Regenfälle, wie beispielsweise im Juli 2021 in Westdeutschland, werden durch den Klimawandel häufiger und intensiver. Bei den daraus resultierenden verheerenden Überschwemmungen spielen aber auch andere menschliche Faktoren, wie zum Beispiel die Bebauung in Flussnähe, eine Rolle.

 

 

Entgegen vielen Berichten ist der Klimawandel allerdings nie die einzige Ursache von Extremwetter. Bevor überhaupt Wertungen ins Spiel gebracht werden, sollte ein ausreichend langer Zeitraum von mindestens 30 Jahren betrachtet werden, denn erst dann spricht man von Klima.

Extremwetter kann nicht pauschal mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht werden. Die Anzahl der tropischen Wirbelstürme hat sich beispielsweise nicht signifikant verändert und auch bei kleinräumigen Phänomenen wie Tornados ist eine Tendenz zur Zu- oder Abnahme durch den Klimawandel ebenfalls nicht gesichert.

Was ist die Attributionsforschung?

Die Attributionsforschung, auch Zuordnungsforschung genannt, hat im letzten Jahrzehnt an Relevanz zugenommen und sich zu einem eigenen Teilgebiet der Klimawissenschaft entwickelt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können dem Klimawandel bei Extremwetterereignissen mittlerweile eine Bedeutung zuordnen, indem sie, vereinfacht gesagt, zwei Computersimulationen durchführen. Zuerst wird das Klima in der tatsächlichen Welt und anschließend in einer Welt ohne die zusätzlich hinzugefügten Treibhausgase simuliert. Tritt nun zum Beispiel ein extremes Wetterereignis in der zweiten Simulation seltener auf und ist außerdem schwächer, kann daraus geschlossen werden, dass der Klimawandel sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität dieses Ereignisses beeinflusst.

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Wintertrockenheit im Südwesten https://wo.wetteronline.de/presse/pressearchiv/wintertrockenheit-im-suedwesten/ Fri, 24 Feb 2023 08:33:34 +0000 https://wo.wetteronline.de/?p=36380 „Wintertrockenheit im Südwesten“ weiterlesen

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Wintertrockenheit im Südwesten

Seit Dezember ist in der Südhälfte Deutschlands gebietsweise nur die Hälfte des durchschnittlichen Niederschlags gefallen. Besonders im Februar blieb es durch anhaltenden Hochdruckeinfluss fast durchweg trocken. Auch Teile von Frankreich und Italien sind von der frühen Trockenheit betroffen. Trotz kalter Phasen war der Winter insgesamt milder als im Mittel.

Trockener Winter

Im Südwesten fiel in den Wintermonaten nur wenig Regen. Schnee gab es selbst in den Bergen nur phasenweise.

Quelle: Shutterstock (bei Verwendung bitte angeben)

Die Bilanz des am Dienstag endenden meteorologischen Winters fällt sehr unterschiedlich aus: Im Norden gab es deutlich mehr Niederschlag als im Süden. So stellen in Hamburg mehr als 200 Liter Regen pro Quadratmeter ein Plus von etwa 20 Prozent im Vergleich zum Mittel der vergangenen 30 Jahre dar, während München mit rund 80 Litern ein Defizit von mehr als 40 Prozent aufweist. Am trockensten war es mit nur 60 Litern Regen auf den Quadratmeter in den letzten drei Monaten in der Rhein-Neckar Region und am Bodensee.

Frühe Trockenheit hat Auswirkungen auf Frühling und Sommer

„In diesen Regionen sind das keine guten Voraussetzungen für den Frühling und Sommer. Der Winterniederschlag wird dringend benötigt. Denn wenn im Boden weniger Feuchtigkeit zum Verdunsten bereitsteht, kann die Frühlingssonne den Boden noch schneller erwärmen und die restliche Feuchte verdunstet intensiver, das ist ein Teufelskreis. Dass daraus dann eine ausgeprägte Sommerdürre entstehen kann, haben wir 2018 und 2022 gesehen“, zeigt sich Björn Goldhausen, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline besorgt. Auch in den Nachbarländern sind die Voraussetzungen zum Start in den Frühling keine guten.

Frankreich 32 Tage ohne Regen

Durch ein ungewöhnlich stabiles Hochdruckgebiet blieb es seit dem 21. Januar in Frankreich mehr als vier Wochen nahezu durchgängig trocken – das stellte die längste Serie trockener Tage seit Aufzeichnungsbeginn 1959 dar. Bereits im vergangenen Jahr litt das Land unter einer historischen Dürre, die nun auch über die Wintermonate hinweg nicht ausreichend gelindert werden konnte. Die Grundwasserstände sind sehr niedrig. In der Schweiz gibt es so wenig Schnee wie nie zuvor und Norditalien leidet ebenfalls weiterhin unter Dürre.

 

Die Entwicklung in den Nachbarländern ist für unser Wetter von großer Bedeutung. Bei der Hauptwindrichtung Südwest bis West streifen die Luftmassen häufig zunächst über Frankreich. Werden sie dort kaum mit Feuchtigkeit angereichert, sinken bei uns die Chancen auf Regen und die Gefahr von Trockenheit steigt auch bei uns.

Winter trotz Kältephasen im Durchschnitt mild

Mit einer mittleren Temperatur von etwa 2,8 Grad liegt der Winter 2022/2023 in Deutschland rund 1,4 Grad über dem Klimamittel von 1991 bis 2020. Nach dem kältesten Dezember seit 10 Jahren folgte Anfang Januar eine sehr milde Witterungsphase, die sich mit kurzen Unterbrechungen bis in den Februar fortsetzte. Die Sonnenscheindauer war häufig leicht unterdurchschnittlich und reichte von etwa 100 Stunden im Nordosten bis über 200 Stunden am Alpenrand.

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Historische Schneearmut in den Alpen führt zu Wassermangel https://wo.wetteronline.de/presse/pressearchiv/historische-schneearmut-in-den-alpen-fuehrt-zu-wassermangel/ Thu, 23 Feb 2023 12:34:05 +0000 https://wo.wetteronline.de/?p=36372 „Historische Schneearmut in den Alpen führt zu Wassermangel“ weiterlesen

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Historische Schneearmut in den Alpen führt zu Wassermangel

Rekordwenig Schnee, niedrige Flusspegel und rekordtiefe Wasserstände im Gardasee: Die Auswirkungen des Niederschlagsdefizits in den Alpen sind bereits jetzt zu sehen. Die Folgen könnten uns noch bis in den Sommer begleiten.
Berge ohne Schnee

Ab Freitag sinken die Temperaturen wieder in Richtung Gefrierpunkt und es schneit gebietsweise bis ins Flachland. Quelle: Shutterstock (bei Verwendung bitte angeben)

Der Winter war in den Alpen bislang sehr trocken. Im gesamten Alpenraum liegt derzeit weniger Schnee als im Mittel der vergangenen 30 Jahre. Nur etwa 55 Prozent der Alpen sind aktuell mit Schnee bedeckt. Dies betrifft Österreich, Italien, Deutschland und Frankreich sowie vor allem die Schweiz, dort ist das Niederschlagsdefizit im Westen und Süden am stärksten ausgeprägt. An mehreren Orten des Landes wird derzeit rekordwenig Schnee gemessen. So etwa in Arosa, Davos, Engadin oder Andermatt. Die Schneehöhen in einigen Bergorten im Wallis steuern ebenfalls auf neue Tiefstwerte zu.

Im Unterschied zur Schweiz hat es im Januar in Österreich zwar drei größere Schneefallereignisse gegeben, von denen zwei die Alpensüdseite betrafen und eines die Alpennordseite. Deshalb ist die Schneearmut dort im Vergleich nicht so ausgeprägt. Dennoch liegt an den meisten österreichischen Stationen weniger Schnee als im langjährigen Mittel. Manche steuern in den nächsten Tagen auf ein Rekordminimum zu.

Die Schneearmut wirkt sich nicht nur auf den Wintersport aus, sondern kann auch noch Monate später Konsequenzen für die Wasserversorgung haben. Denn viele Bäche und Flüsse werden im Frühling und Frühsommer von der Schneeschmelze gespeist.

Wasserspeicher der Alpen schrumpft

Der Schnee der Alpen ist ein lebenswichtiger Wasserspeicher. Wenn dieser Speicher kleiner wird, hat dies Folgen – nicht nur für die Landwirtschaft. Die Pegel der Flüsse weisen infolge des Schnee- und Regendefizits teilweise sehr niedrige Wasserstände auf, wie sie im Schnitt nur alle paar Jahre vorkommen. Betroffen von der fehlenden Schneeschmelze können in den nächsten Monaten auch große Flüsse wie die Rhone, die Donau, der Rhein und der Po sein. Letzterer war bereits im vergangenen Sommer fast ausgetrocknet. Betrachtet man die derzeitige Schneebedeckung der Alpen nach Regionen und Flusseinzugsgebieten, so ergibt sich auch für einen der längsten Flüsse Europas ein ungünstiges Bild.

Im für den Rhein relevanten Flusseinzugsgebiet, welches sich zum überwiegenden Teil in der Schweiz befindet, liegt die Schneebedeckung derzeit bei etwa nur 70 Prozent im Vergleich zu einem 30-jährigen Mittel von ungefähr 90 Prozent. Im relevanten Gebiet für die Rhone sieht es noch schlechter aus. Hier ist derzeit knapp über 35 Prozent der Fläche mit Schnee bedeckt. Das ist sogar unter dem absoluten Minimum des 30-jährigen Klimamittels. Um das Flusseinzugsgebiet des Po steht es ähnlich. Die vergangenen Schneefälle in Österreich haben dazu beigetragen, dass die Lage für das Gebiet der Donau vergleichsweise noch besser ist.

Trockenes Frühjahr – heißer Sommer?

Eine ausgeprägte Trockenheit im Frühjahr kann Hitzewellen im folgenden Sommer begünstigen oder verstärken. Sind die obersten Bodenschichten ausreichend durchfeuchtet, wird ein Großteil der Sonnenenergie dafür verwendet, die Feuchtigkeit zu verdunsten. Für die Erwärmung des Erdbodens bleibt weniger Energie übrig. Ist der Boden trocken, fällt dieser Effekt weg. Dennoch folgt auf einen trockenen Frühling nicht zwangsläufig ein Hitzesommer. Wie oft Hitzewellen auftreten und wie heiß es dabei wird, ist in erster Linie abhängig von der Entwicklung der Wetterlage. Fehlt das Schmelzwasser, bedarf es mehr Niederschlag zu dieser Zeit, um das Defizit auszugleichen. Wassermangel ist im Frühling besonders ungünstig, da die Vegetation zu dieser Zeit gerade in die Gänge kommt und dementsprechend einen hohen Wasserbedarf hat.

Extreme Gletschereisschmelze bereits im letzten Jahr

Zumindest ein Teil der geringen Schneeschmelze wird in Gletschergebieten durch die Eisschmelze kompensiert. Fehlt der schützende Schnee auf den Eisströmen der Alpen, so setzt die Gletscherschmelze früher ein als sonst. Bereits im vergangenen Jahr haben Schneemangel und ein Hitzesommer für eine Eisschmelze im nie dagewesenen Ausmaß gesorgt. Die Ausgangslage in diesem Jahr schaut aktuell nicht besser aus als damals. In den Hochlagen liegt zum Teil mehrere Meter weniger Schnee als üblich.

Hoffnungsschimmer: Große Schneefälle sind noch bis April möglich

Aber es ist noch Zeit. Während sich in tieferen Lagen der Frühling ausbreitet, herrscht in den Hochalpen meist bis in den Mai hinein tiefster Winter. Oberhalb von 2500 Metern Höhe erreicht die Schneedecke ihre größte Mächtigkeit oft erst im April. Bis dahin kann eine niederschlagsreiche Wetterepisode die Ausgangslage für die Schmelzsaison nochmals komplett ändern.

Für das Wochenende kündigen sich Schneefälle an, diese betreffen die Alpennordseite. In den höheren Lagen beziehungsweise Gebirgsregionen Österreichs dürften 30 bis 40 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen, wobei das Maximum nach aktuellen Berechnungen in Österreich zu erwarten ist. In der Schweiz sieht es mit regional zwischen 10 und 30 Zentimetern deutlich trauriger aus, denn solche Schneemengen reichen vorerst nicht aus, um die Trockenheit nachhaltig zu lindern.
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Der Winter meldet sich zurück https://wo.wetteronline.de/presse/pressearchiv/der-winter-meldet-sich-zurueck/ Wed, 22 Feb 2023 09:39:25 +0000 https://wo.wetteronline.de/?p=36365 „Der Winter meldet sich zurück“ weiterlesen

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Der Winter meldet sich zurück

Die ersten Frühlingsgefühle bekommen in den kommenden Tagen einen herben Dämpfer. Eine Kaltfront zieht am Freitag über Deutschland hinweg und bringt eine deutliche Abkühlung. Frost, glatte Straßen und Schneeschauer bestimmen das Wochenende.

Schneeregen

Ab Freitag sinken die Temperaturen wieder in Richtung Gefrierpunkt und es schneit gebietsweise bis ins Flachland. Quelle: Shutterstock (bei Verwendung bitte angeben)

Björn Goldhausen, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline: „Der Spätwinter will’s noch mal wissen! Nach den zuletzt teils sehr milden Tagen rauschen die Temperaturen ab Freitag um rund 10 Grad in den Keller. Tief YIGIT bringt dazu Flocken bis ins Flachland. Lange hält dieser Winterschub allerdings nicht an. Schon ab Sonntag setzt sich ein Hoch bei uns durch. Für nächste Woche bedeutet das zwar weiterhin kalte Nächte aber auch viel Sonne.“

Schnee und Glätte zum Wochenende

Am Freitag zieht ein Niederschlagsgebiet von Nordwesten her in die Landesmitte. Dabei fällt verbreitet Regen und zeitweise bis ins Flachland nasser Schnee. Besonders in Höhenlagen ab 500 Meter schneit es durchweg und es kann dementsprechend glatt werden. Am Samstag sind fast im ganzen Land bis in tiefe Lagen kräftige Schneeschauer möglich. Der Schnee taut aber meist schnell wieder weg. Am Alpenrand schneit es anhaltend. Erst am Sonntag lassen die Schneefälle langsam nach.

In den Nächten muss bei leichtem Frost bis minus 5 Grad mit Glätte durch gefrierende Nässe gerechnet werden.

Mit Kaltstart in den meteorologischen Frühling?

In der kommenden Woche nimmt der Hochdruckeinfluss wieder zu. Richtig mild wird es aber vorerst trotz zunehmend freundlichem Wetter nicht, denn es weht ein kalter Ostwind. An einem windgeschützten Plätzchen lässt es sich dennoch gut aushalten, denn die Sonne hat Anfang März schon ordentlich Kraft. Wohin die Reise im weiteren Verlauf des Monats geht, ist noch sehr ungewiss. Die Bandbreite des möglichen Wetters ist Anfang März stets ausgesprochen groß: Vom ersten richtigen Frühlingshauch mit 20 Grad bis zu einem erneuten Kaltlufteinbruch mit Frost und Schnee ist deshalb derzeit noch alles möglich.

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